Messbar aus dem Gleichgewicht – B12. Und nun?

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Heute hab ich noch mehr mit dir zu teilen als nur den Adventskalender – ein anderes, für mich gerade aktuelles Thema. B12.

Eine gesunde, natürliche Ernährung macht Spaß und ist zweifellos eine wesentliche Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden. Und ein so ernährter Körper hat auch in Zeiten größerer Belastung viele Reserven, viel Kraft und verhilft darüberhinaus zu einem ausgeglicheneren Gemütszustand. Wenn jedoch die Belastungen zu lange anhalten, überhand nehmen, reicht selbst die beste Ernährung manchmal nicht mehr aus.

Aus einer spontanen Eingebung heraus habe ich meinen B12-Status mal testen lassen. Mit einem Urin-Test auf Methylmalonsäure und einem Bluttest, einen Holo-TC-Test – dabei wird das im Blut zirkulierende, aktive Colabamin (B12) gemessen.

Und tatsächlich – so das Ergebnis beider Tests: trotz (!) meiner Ernährungsweise hat mein Körper den gängigen Normwerten nach scheinbar einen „Mangel“ entwickelt. Und zwar, wenn ich mir die vorgegebenen Werte ansehe, einen deutlichen: mein MMA-Wert liegt bei 5,56mg/g Kreatinin (als Mangel gilt alles über 2,5), mein Holotranscobalamin liegt bei 14,5pmol/l (als Mangel gilt alles unter 35). Wie kann das sein??? Und wenn diese weite Abweichung von der Norm tatsächlich einen Mangel beschreibt, müsste er doch schon länger bestehen – wie kann es sein, dass ich keine Symptome hatte? Vielleicht lagen meine Werte ja auch schon immer so niedrig – ich habe sie nie zuvor testen lassen.

Mit meiner seit 10 Jahren veganen (davor über 15 Jahre vegetarischen) Ernährungsweise hatte ich bislang nie irgendwelche Mangelprobleme – warum auch, ich ernähre mich mit der veganen Rohkost so gut wie nie vorher. Im Gegenteil: ich habe mich immer sehr fit und voller Energie gefühlt. In den letzten Monaten hat das allerdings tatsächlich ein wenig nachgelassen … weniger Energie, geringere Belastbarkeit, emotional instabiler, als ich es von mir gewohnt bin, leicht depressiv. Allerdings hat das auch durchaus klar erkennbare Gründe, wie z. B. eine schwierige Familien- bzw. Beziehungs-Situation und Liebeskummer.

Wir sind nicht nur Körper, sondern eben auch Seele. Wir funktionieren nicht rein materiell; unser seelischer Zustand, unser Gemütsszustand, unsere emotionale Verfassung und entsprechend fordernde Lebenslagen in diesen Bereichen wirken sich ebenfalls auf den Körper aus. Meiner Betrachtungsweise nach bin ich eben momentan komplett aus meinem Gleichgewicht. Mehr als je zuvor. Auch körperlich. Und die kürzlich erwähnte Schokolade macht da auch schon nichts mehr weiter 😉 Dazu kommt noch die Zahngeschichte – Störfelder von den wurzelbehandelten Zähnen, die mir ja auch schon länger zu denken gegeben haben.

„In Krisen und bei Stress steigt der Bedarf an Vitamin-B12 sehr stark. Die ist zum Beispiel der Fall in Zeiten hoher körperlicher und geistiger Beanspruchung, schwerer körperlicher Arbeit, in psychisch und geistig belastenden Lebenssituationen und bei starken, anhaltenden Emotionen wie Angst, Sorge, Trauer und Liebeskummer, auch im Zuge von emotionalen Prozessen in therapeutischer oder spiritueller Arbeit. Auch eine starke Immuntätigkeit aufgrund von Infekten führt zu einem erhöhten Bedarf an Vitamin B12.

Der erhöhte Bedarf erklärt sich einerseits durch eine vorübergehende Verwertungsstörung, da Stress zu einer schlechten Durchblutung der Verdauungsorgane und einem ungünstigen Verhältnis von Magensäure zu Enzymen führt. Zum anderen wird übermäßig viel Vitamin B12 für die Produktion von Hormonen und Neurotransmittern benötigt. Besonders Hormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin werden in vielen Stresssituationen in großen Mengen ausgeschüttet, wodurch der Verbrauch an Vitamin B12 stark zunimmt. Bei anhaltendem Stress kann so ein Mangel entstehen, obwohl der durchschnittliche Tagesbedarf an Vitamin B12 durch die Nahrungsaufnahme eigentlich gedeckt ist.“

Diese Beschreibung (Quelle) liefert tatsächlich eine mögliche Erklärung für meinen niedrigen B12-Wert – und damit auch den für mich relevanten Lösungsansatz. Denn die Einnahme von Supplementen kann für mich allerhöchstens eine Lösung für den akuten Notfall sein; wesentlich wichtiger, als einen lecken Eimer beständig aufzufüllen, finde ich, herauszufinden, woher das „Loch im Eimer“ denn kommt. Und es zu schließen, natürlich.

Vegane Ernährung gilt ja oftmals als „Risikofaktor“ für eine unzureichende B12-Versorgung. Dass das so nicht stimmt, darüber habe ich z. B. hier und hier schon geschrieben. Trotzdem ein Blick auf meine Ernährung: da fehlten in den letzten 1,5 Jahren während der langen Zeiten auf Teneriffa allerdings Wildkräuter; ansonsten jedoch bin ich mir absolut sicher, dass sie in keinster Weise mangel-haft war/ist – jedoch führt eben auch ein Zuviel an Belastung zu sogenannten Mangelsymptomen.

Die schulmedizinische Diagnose nennt das „nitrosativen Stress“ oder auch „Nitrostress“. Hierbei handelt es sich, so sagen sie, um einen Teufelskreis, ausgelöst durch z. B. psychologischen Stress, Störfelder wie wurzelbehandelte Zähne, starke anhaltende geistige und körperliche Belastung, Elektrosmog, instabile Halswirbelsäule, intensive spirituelle Entwicklungsphasen etc. … kurz: ein Zuviel an Belastungen. Welches, wenn ich das richtig verstanden habe, zu zuviel Stickstoff (NO) im Blut führt, das wiederum die B12-Reserven aufzehrt. Die angeratene Therapie empfiehlt eine Senkung des Stickstoffs durch hohe B12-Zufuhr, eventuelle Supplementierung weiterer Mikronährstoffe (falls nötig) und parallel dazu die Behebung der Ursachen. Für mich interessant ist vor allem der letzte Punkt. Der in meinem Fall wohl heisst:

  • wurzelbehandelte Zähne ziehen (damit hab ich schon angefangen, und tatsächlich: nach dem Ziehen von 2 wurzelbehandelten Zähnen habe ich mich innerhalb kürzester Zeit deutlich besser, energiegeladener, positiver gefühlt!),
  • Stress reduzieren (auch daran arbeite ich),
  • belastende Emotionen lösen ( ich denke, das ist der wichtigste Punkt! Falls du ihn noch nicht kennst, schau dir zum Thema Emotionen und Gesundheit unbedingt mal den Film e-motion an!),
  • Elektrosmog reduzieren (so gut das eben möglich ist in meinem Job).

Es gibt Studien, denen zufolge auch Fasten – also eine totale Entlastung des Verdauungssystems – zu einer wesentlichen Verbesserung des B12-Wertes führen soll.

Meiner Überzeugung nach wird alles, was mir hilft, wieder in mein Gleichgewicht zu kommen, auch in Bezug auf diesen einen gemessenen Wert helfen. Dem ich ansonsten als isoliertem Wert übrigens keine allzu hohe Bedeutung beimesse – um es noch einmal zu betonen: es geht mir um die Wiederherstellung meines Gleichgewichtes. Insgesamt. Das erscheint mir auch tatsächlich dringend. Nicht jedoch dieser eine gemessene Wert. Meine diesbezüglichen „Mangelsymptome“ finde ich jetzt auch nicht so dramatisch, dass mir ein schulmedizinisches Eingreifen unbedingt notwendig erscheint. Ich überlege noch, was genau ich damit tun werde – die Einnahme von NEMs widerstrebt mir doch sehr.

Was denkst du darüber? Was würdest du tun? Ich freu mich, deine Gedanken dazu zu lesen!

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