Billiger Essen?

Eine roh-vegane Ernährung, bestehend aus unbehandelten, möglichst biologisch produzierten, Früchten & Gemüsen, Wildkräutern, eventuell außerdem Nüssen & Kernen (natürlich ebenfalls bio und in Rohkostqualität), ist gewiss das Beste für unsere Gesundheit. Die sparsamste Art sich zu ernähren ist es jedoch definitiv nicht. Selbst wenn du dich auf regionale Produkte beschränkst & einen großen Anteil an Wildkräutern isst, wirst du immer noch mehr für dein Essen ausgeben als bei einer Standard-Supermarkt-Ernährung:

Vor mehreren Jahren schon hat Adam Drewnowski im Rahmen seiner Studien zur Fettsucht herausgefunden, dass man für einen Dollar 1.200 Kalorien Kekse oder Kartoffelchips bekommt, aber nur 250 Kalorien Möhren und nur 170 Kalorien Orangensaft.

In vielen Supermärkten bekommt man ein ganzes Huhn für einen niedrigeren Preis als eine Tüte Bio-Kohl. Subventionen haben die ungesündesten Nahrungsmittel, produziert mit den geringsten Anforderungen an Ethik & Nachhaltigkeit, zu den billigsten Lebensmitteln gemacht. Und damit zu den am meisten konsumierten.

Es scheint dem Kunden, als ob er die besten Sonderangebote bekommt. Aber das bedeutet nicht, das er (und wir alle) nicht auf andere Art für diese Nahrungsmittel bezahlt!

Mal ganz abgesehen von den zerstörerischen Auswirkungen der Produktionsverfahren zur Herstellung der Billig-Lebensmittel auf die Welt & damit auf uns alle – dem höchsten Preis, den wir alle zahlen! -: Willst du dein Geld lieber jetzt für deine Nahrung ausgeben – für eine Nahrung, die dich stärkt & gesund erhält – oder in ein paar Jahren für Heilpraktiker, Ärzte & Krankenhäuser? Ganz zu schweigen von der Bedeutung deines Wohlbefindens für deine Lebensqualität!

Nun gibt es ja nicht nur schwarz & weiss … das Spektrum an Ernährungsmöglichkeiten zwischen Rohkost & Junkfood ist groß, & vielleicht denkst du dir, dass es weder der Welt noch dir so sehr schaden wird, wenn du biologisch-regional-vegan aber eben gekocht isst. Macht doch ein Teller Nudeln, Reis, Linsen oder Grießbrei um so viel preisgünstiger satt als Papayas, Salat oder Erdbeeren. Warum selbst solche vergleichweise „harmlos“ anmutenden Gerichte schon nicht dem entsprechen, was dein Körper braucht & was ihm gut tut, darüber habe ich unter anderem hier („Gründe für Rohkost“) und hier („Roh – warum eigentlich?“) schon einmal geschrieben. Ist dein Körper erstmal an eine zumindestens überwiegende Frischkost-Ernährung gewöhnt, wird er dir schnell & deutlich zeigen, wenn ihm etwas nicht gut tut. Und du kannst dir dann überlegen, ob sich die Sparsamkeit da wirklich lohnt …

Ein paar Tipps zur kostengünstigeren Gestaltung der Rohkost findest du übrigens in dem Artikel „Sparsame Rohkost„.