Früchte Markteinkauf Rohkost

Die Fülle im Einfachen

Einfach wohnen. Einfach essen. Einfach leben.  Und darin die pure Fülle des Lebens erfahren.

Mit dem Fluss des Lebens fließen und meine Richtung, meinen Weg darin wählen.

In Verbindung, im Einklang, mit der Natur ihre Fülle erkennen. Die Fülle in mir erkennen. Die Fülle des Lebens. Die für alle Bedürfnisse sorgt und alle Wesen nährt.

10-rainbow-teller7-2

Rezepte für mehr Farbe auf deinem Teller

Weil ich die Farbkombinationen einfach sooo wunderschön finde, zeig ich dir heute noch mehr von meinen bunten Regenbogentellern. Mehr Ideen & Inspirationen für dich, heute auch mal mit Rezept/Anleitung dazu. Übrigens: ich liebe zwar den Anblick dieser bunten Teller, esse die bunte Mischung aber am liebsten eine Sorte nach der anderen; oft mit kurzen Pausen dazwischen, weil die Portionen doch recht groß sind. Mono fühlt sich einfach am Besten an für mich.

So einfach kannst du dir selbst farbenfrohe Regenbogenteller gestalten

Du brauchst dafür

  • mehrere Sorten Früchte und Beeren, in unterschiedlichen Farben (z. B. Orangen, Bananen, Beeren, Kiwis …)
  • falls du nicht genug frische Früchte bekommen kannst (z. B. jahreszeitlich bedingt) kannst du auch Trockenfrüchte wie Feigen oder Rosinen verwenden. Weiche diese dann vorher für mehrere Stunden, am Besten über Nacht, ein.
  • grüne Blätter, bevorzugt Wildkräuter, z. B. Malve, Brennessel, Giersch, Löwenzahn, Sauerampfer, Lindenblätter …
  • Nach Belieben Kakao– oder Carobpulver, Spirulina, Weizengraspulver, Acai-Pulver

Besondere Küchengeräte brauchst du nicht für die Regenbogenteller. Alles, was du benötigst, ist ein Messer. Optimalerweise eines aus Keramik, doch ein herkömmliches Metallenes tut es auch. Schneide die Früchte und Beeren und ggfs. Trockenfrüchte in mundgerechte Stücke. Verteile sie bunt durcheinander auf deinem Teller oder lege sie zu einem Mandala oder einem anderen Bild deiner Wahl. Bestreue sie nach Belieben mit einem oder zweien der bunten Pulver.

Auf den Fotos siehst du die folgenden Mischungen:

  • Bananen, Orangen, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Malve & Spirulina.
  • Bananen, eingeweichte getrocknete Feigen, Himbeeren & Spirulina
  • Bananen, Erdbeeren, Heidelbeeren, Gerstengraspulver, Kakao & Spirulina.

Papayas, Bananen, Maracujas, Zitronen, Gurken

Früchte-Management

Der Traum: Bei Hunger einfach reife Früchte vom Baum oder Busch pflücken und essen.

Meine und wahrscheinlich auch deine Realität sieht (noch) anders aus: ich kaufe mein Essen, üblicherweise für mehrere Tage auf Vorrat, auf dem Markt oder im Laden. Meistens sind die Früchte dann noch nicht ess-reif und brauchen einige Zeit zum Nachreifen. Bei Vorratskäufen (mangels Möglichkeit, täglich frisch einzukaufen oder auch, weil Großeinkäufe meist günstiger sind) ist es auch sinnvoll, Früchte in unterschiedlichen Reifegraden mitzunehmen, damit sie sich einige Tage lang halten. Wichtig um immer ausreichend – aber möglichst nicht zu viel – frische Nahrung, insbesondere Früchte, im Haus zu haben, ist ein bisschen Planung beim Einkaufen und etwas Wissen über die richtige Lagerung der Nahrungsmittel.

Hier sind mal ein paar Tipps von mir für die sinnvolle Lagerung und Nachreifung von Früchten:

  • Zunächst einmal: es reifen nicht alle Früchte nach! Und bei den Sorten, die es tun, klappt das auch nur, wenn sie nicht zu früh geerntet wurden. Achte also darauf, keine knallgrünen Papayas oder Bananen zu kaufen. Zu den Früchten, die nachreifen, gehören u. a. Birnen, Bananen, Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen, Cherimoyas, Kakis, Papayas, Mangos, Avocados und Kiwis. Kaum oder gar nicht reifen meiner Erfahrung nach u. a. Kirschen, Mispeln, Paprika und Trauben nach.
  • Lagere Früchte NICHT im Kühlschrank! Die meisten Früchte verlieren ihr Aroma bei zu kühler Lagerung. Zum Nachreifen ist es den meisten Früchten im Kühlschrank deutlich zu kalt. Bananen, die unter 7°C gelagert werden, werden unansehnlich grau. Ausnahmen bestätigen die Regel: Sehr reife Früchte, die dir sonst verderben, bewahrst du natürlich besser im Kühlschrank auf. Optimal ist ein Kühlschrank, bei dem du die Temperatur einstellen kannst. Eine günstige Temperatur zur Lagerung von reifen Früchten liegt bei etwa 12°C. Und: es gibt einige Fruchtsorten, die tatsächlich zum Nachreifen besser im Kühlschrank aufgehoben sind. Dazu gehören Cherimoyas und Kakis. Aber auch diese bitte nicht in die kältesten Zonen des Kühlschranks legen!
  • Tropische Früchte brauchen ein warmes & feuchtes Klima um nachzureifen. Das kannst du erzeugen, indem du sie in Plastikdosen oder -tüten verpackst und an einen warmen Platz legst. Das funktioniert recht gut mit Durian, Safus, Sapoten, Sapotillen, …
  • Auch Avocados haben es gern warm, allerdings brauchen sie nicht soviel Feuchtigkeit. Wickle sie dick in Zeitungspapier ein und/oder lagere sie zusammen mit einem Apfel.
  • Lagere unreife Früchte zusammen mit reifen! Viele reife Früchte strömen Ethanol aus; ein Gas, das auch bei den noch nicht so reifen Früchten die Reifung beschleunigt. Lagere z. B. deine Bananen in Schichten: die unreifen unten, die reifsten ganz oben. Schau alle 1-2 Tage nach & schichte ggfs. um, damit dir nicht versehentlich Früchte verderben.
  • Ein guter Aufbewahrungsort für Äpfel ist ein trockener Keller. Dort ist es dunkel, kühl und lichtgeschützt; so lassen sich Äpfel wochenlang lagern. Nach einiger Zeit schrumpeln sie ein bisschen ein, aber das schadet nichts; sie schmecken dann noch intensiver.
  • Beeren reifen nicht nach und halten sich nicht lange. Bring davon sinnvollerweise nur so viele nach Hause, wie du innerhalb weniger Tage essen kannst.
  • Grünzeug und Gemüsefrüchte sind im Kühlschrank am besten aufgehoben. Auch hier gilt jedoch: es sollte nicht zu kalt sein! Zucchini, Salate und Co vertragen wie auch die wasserreichen süßen Früchte keine frostigen Temperaturen. Alle grünen Blätter (Salate, Wildkräuter, Spinat etc.) halten sich am Besten, wenn sie luftig in einem verschlossenen Glas, Plastiktüte oder -dose gelagert werden. Gemüse wie Möhren oder Brokkoli jedoch halten sich gut gekühlt besser. Tomaten hingegen gehören gar nicht in den Kühlschrank, sie halten sich gut (und reifen auch ein wenig nach) an einem warmen, sonnigen Platz.

Unser letzter Wocheneinkauf sah so aus:

Papayas, Bananen, Maracujas, Zitronen, Gurken
Papayas, Bananen, Maracujas, Zitronen, Gurken

Spinat, Rucola, Löwenzahn, Petersilie, Koriander, Dill, Basilikum, Thymian
Spinat, Rucola, Löwenzahn, Petersilie, Koriander, Dill, Basilikum, Thymian

Erbsen, Möhren, Paprika, Zucchini, Rote Bete, Avocados, Blumenkohl
Erbsen, Möhren, Paprika, Zucchini, Rote Bete, Avocados, Blumenkohl

Tomaten hatte ich auch gekauft, die hatten offenbar keine Lust, fotografiert zu werden. 😉

Was du isst, verändert die Welt!

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, welchen Einfluss deine Nahrungsauswahl auf die Mitwelt hat? Vegane Rohkost, Früchte, zu essen, ist nicht nur besser für dein Karma & dein Gewissen, sondern hat auch ganz reale positive Konsequenzen für den Erhalt unserer Welt. Genau wie alles, was auf deinem Teller landet, nicht nur eine Bedeutung für dich & deine Gesundheit sondern vor allem auch für die Gesundheit unseres Planeten & damit aller seiner Lebewesen hat.

Das Gleichgewicht bewahren

Immer wieder sind unterschiedliche Meinungen zur Rohkostgestaltung zu lesen & zu hören. Gerade beim Thema Früchte scheiden sich die Geister: viele Früchte oder besser nur wenige, gar keine? Schadet der viele Fruchtzucker? Ist in den Früchten alles drin oder mangelt es uns an Mineralien, wenn wir überwiegend Früchte essen? Bringen sie den Blutzuckerspiegel aus dem Gleichgewicht oder nicht? Sicher basieren die verschiedenen Meinungen auf unterschiedlichen Erfahrungen auf der Suche nach dem „richtigen“ Weg. Leben bedeutet Veränderung & je nach Lebenslage entwickelt sich gewiss der individuelle Bedarf. Auch nicht zu vernachlässigen ist dabei das jeweils vorhandene Angebot an Früchten und anderen Nahrungsmitteln. Was euch auf Dauer gut tut, findet ihr nur selbst heraus – indem ihr es ausprobiert, auf euren Körper & euer Wohlbefinden achtet & so den für euch richtigen Weg findet.

Meiner Erfahrung nach schwierig ist es, sich überwiegend von sehr gezüchteten Früchten ohne geeigneten Ausgleich zu ernähren. Abgesehen davon, dass sie aufgrund der Züchtung krankheitsanfällig sind & dementsprechend viel behandelt werden müssen (Beispiel: helle Weintrauben), enthalten sie tatsächlich übermässig viel Fruchtzucker & kaum noch Mineralien. Was den Effekt hat, dass man davon kaum satt wird, endlos weiteressen kann, ohne dass ein Zufriedenheitsgefühl oder gar eine Sperre eintreten. Der Blutzuckerspiegel lässt sich damit kaum stabil halten & es kommt nach einiger Zeit zu Beschwerden wie Abmagerung, Karies, Pilzen, Unzufriedenheit. Zu diesen nicht so empfehlenswerten Früchten gehören zum Beispiel Melonen, helle Trauben, die üblicherweise im Handel angebotenen Bananen, Orangen, Äpfel, Mangos.

Viel besser sind wilde Früchte. Von der Natur hervorgebrachte, die auch ohne menschliche Betreuung weiterwachsen. Wild sammeln könnt ihr zum Beispiel diverse Beeren (Brombeeren, Weissdorn, Himbeeren), Eibenfrüchte, Kornelkirschen, Felsenbirnen und mehr. Im Handel oder über Versender erhältlich sind unter anderem Kaktusfeigen, Feigen, wilde Mangos, Gemüsebananen, Tamarillos, Zitronen, grüne Kiwis, Sapoten, Wilddurian und mehr. Auch Ananas & Beeren, wobei es dabei ebenfalls gezüchtete Arten gibt. Gut zu erkennen ist die Bekömmlichkeit am Eintreten einer Sperre nach ausreichender Aufnahme der jeweiligen Frucht. Also deutlichen Zeichen des Körpers, wenn er genug hat. Das kann ein Brennen im Mund sein, die Nase beginnt zu laufen, die Frucht schmeckt plötzlich nicht mehr gut oder gar unangenehm. Bei Ananas hat das vermutlich jedeR schon einmal erlebt. Auch Feigen und grüne Kiwis haben noch eine recht klare Sperre. (was natürlich nur zuverlässig funktioniert, wenn die Früchte mono & ganz gegessen werden; nicht gemischt oder gar zum Smoothie oder ähnlichem verarbeitet).

Was nun aber, wenn wilde Früchte nicht zur Verfügung stehen? Gemüse sind praktisch alle gezüchtet; zwar haben sie gegenüber den gezüchteten Früchten immerhin den Vorteil, dass sie nicht so süß sind, dafür sind sie für manchen teilweise schwer verdaulich. Gut bekömmlich sind in der Regel die Gemüsefrüchte wie Tomaten, Paprika, Gurke. Einen guten Ausgleich zu gezüchteten Früchten bieten zum Einen die Fettfrüchte (Oliven, wilde Avocados, Kokosnüsse, Mandeln, Macadamia, Sonnenblumenkerne, Safus usw) & natürlich Grünzeug! Allem voran die Wildkräuter, die täglich und am besten zu jeder (insbesondere Frucht-)Mahlzeit gegessen werden sollten! Ersatzweise gehen auch mal dunkelgrüne Blattgemüse & Kräuter.

Genießt das reichhaltige Angebot in Deutschland – noch gibt es Wildkräuter, & falls ihr demnächst, im Winter, keine mehr findet: esst Spinat, Postelein, Feldsalat, Petersilie, Grünkohl, andere Wildsalate. Nicht zu vergessen die Brombeerblätter, die es den gesamten Winter über gibt & die auch unter dem Schnee noch gut zu finden sein werden … mich haben sie hier, wie schon erwähnt, über den Sommer gerettet & ich freue mich jetzt über die langsam wieder sprießenden Wildkräuter. Wilden Fenchel, Malve, winzige Brennesseln und Breitwegerich habe ich heute gefunden *freu*. Was wächst in Deutschland jetzt noch?

Auch wenn ich es in mehrfacher Hinsicht für sinnvoller halte, Früchte & Grünes pur, ganz, ungemischt, mono zu essen, will ich euch nicht unbedingt von Smoothies abraten. Besser als nur gezüchtete Früchte sind auf jeden Fall Smoothies aus diesen Früchten mit Grünzeug. Oder auch aus Gemüse & Grünzeug. Gerade bei den winterlichen Brombeerblättern mit ihrer doch gewöhnungsbedürftigen Konsistenz fällt das Essen vielen schwer. Im Gegensatz zu Säften, die nur ein Extrakt & damit zwar den Zucker, nicht aber die Ballaststoffe aus den Zutaten enthalten, ist in den Smoothies noch alles drin! Verwendet aber nur Wildkräuter, die ihr kennt & die ihr zumindestens in kleiner Menge auch pur essen könnt. Und am besten nur möglichst wenige Zutaten, insbesondere nur eine Fruchtsorte zur Zeit, verwenden.