Kombinationen

Nach einer Zeitlang mit rohem Essen habe ich, wie die meisten, festgestellt, dass mir nicht alles, was roh ist, gleich gut bekommt. Damit meine ich jetzt nicht individuelle oder phasenweise Vorlieben & Abneigungen, die sich durch den Bedarf (oder eben nicht) des Körpers erklären lassen. Zuerst ist mir das bei Rohkosttreffen, beim Essen von viel Zubereitetem, Gemischten aufgefallen. Sicher sind es teilweise auch verarbeitete, rohe Lebensmittel, extrahierte/getrocknete Bestandteile von Früchten & Pflanzen, wie z. B. Agavennektar, Maca-Pulver, Kakaobutter usw., die, wenngleich viel weniger schädlich als Zucker und Co, nicht wirklich optimal sind. Aber auch beim Essen purer, unverarbeiteter Nahrungsmittel habe ich im Laufe der Zeit gemerkt, dass sich manches nicht so gut miteinander verträgt, zusammen schwerer verdaulich ist, müde & schwer macht, sich einfach nicht so gut im Bauch anfühlt.

Ich vermute, dass es dafür – wie immer – keine allgemeingültigen Regeln gibt. Ich habe jedoch schon mit vielen Menschen gesprochen, die sehr ähnliche Erfahrungen wie ich mit (un-)geeigneten Mischungen gemacht haben. Im Folgenden beschreibe ich mal, was ich für mich festgestellt habe.

Einteilung der Nahrungsmittel

Gruppe 1 – Frische Früchte:
Immer einzeln – mono – genießen. Mindestens eine halbe bis eine Stunde vor anderem Essen.
Am besten auch keine verschiedenen Früchte miteinander mischen, oder zumindestens keine süßen mit eher sauren Früchten:

Süße Früchte sind z. B. Bananen, Trauben, Papaya, Melonen, Kaki, Cherimoya, Birnen, Feigen, Datteln usw.

Zu den sauren Früchten gehören Orangen, Äpfel, Zitronen usw.

Gruppe 2 – Avocado, Oliven, Nüsse, Kerne, Samen und Trockenfrüchte:
Nicht untereinander mischen! Vertragen sich (in kleinen Mengen) recht gut mit Nahrungsmitteln aus Gruppe 3. Oder eben mono – auch dann aber lieber nur kleine Mengen.

Gruppe 3 – Gemüse & Grünzeug:
Alle Arten von Gemüse, Salaten, Kohl, Wildkräutern, Algen können sowohl untereinander als auch mit Nahrungsmitteln aus Gruppe 2 zusammen gegessen werden. Wildkräuter und Salatblätter passen für mich auch zu Früchten.

Ausnahmen:
Frische Kokosnuss passt für mich außer zu Gemüse oder Grünzeug ebenfalls gut zu einigen frischen Früchten (Bananen, Papayas und Mangos). Meine Tochter, für die sonst im wesentlichen bezüglich der Verträglichkeit von Kombinationen dasselbe gilt, kann problemlos Mandelmilch mit Banane genießen – mir liegt diese Mischung zu schwer im Magen. Kakao, den ich ohnehin nur selten & in kleinen Mengen esse (warum steht hier), beschreiben manche ebenfalls als neutral – ich finde ihn gut bekömmlich zusammen mit frischer Kokosnuss und Grünzeug, manchmal auch in der Kombination mit Gojibeeren. Mit Nüssen oder Mandeln zusammen weniger – das mag aber auch daran liegen, dass in derartigen Zubereitungen meistens zusätzlich Datteln oder Rosinen zum Süßen verarbeitet sind.

Wie ihr diesem Blog entnehmen könnt, mischen wir trotzdem gelegentlich mal auch anders. Zum Beispiel, um „Kinderessen“, Konfekte oder mal eine Torte für besondere Gelegenheiten zu machen. Dann achte ich allerdings darauf, nicht mehr als maximal fünf verschiedene Zutaten (Grünzeug ausgenommen) zusammen zu verarbeiten. Von Mandeln abgesehen (die ja eigentlich keine Nüsse sind & mir im Vergleich zu diesen allgemein bekömmlicher zu sein scheinen) mischen wir keine Nüsse. Trockenfrüchte verwenden wir fast gar nicht mehr. Für Tortenböden finde ich die Verwendung von Leinsamen und frischer Banane besser bekömmlich als Nüsse und Datteln oder Trockenfrüchte.

Wenn ihr euch mit „eurer“ Rohkost nicht so richtig wohl fühlt, ist dies hier vielleicht eine hilfreiche Anregung. Die aber bitte nicht als Anleitung für zuviel Nachdenken über das Essen verstanden werden soll! Am besten, ihr findet selber heraus, was für euch gut funktioniert, was sich gut anfühlt. Vielleicht macht ihr ganz andere Erfahrungen als ich?




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