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Superfoods: Kakao

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Manche preisen ihn als Superfood, andere warnen vor negativen Auswirkungen bei häufigem oder regelmäßigem Verzehr: Kakao.

Essbar sind die Kakaobohnen, frisch aus der Schote oder getrocknet/fermentiert. In Form von Kakaopulver, Kakaobutter, Kakaomasse (alles roh erhältlich bei diversen Anbietern, z. B. bei raw living oder Keimling) lässt er sich für rohe Schokosaucen, -puddings, Smoothies, Pralinen, Schokoladen und vieles leckere mehr verwenden.

Sicher ist all das gesünder, besser für den Körper als die herkömmlichen, industriellen Alternativen. Aber dennoch gilt nicht unbedingt, dass alles, was roh ist, gedankenlos in beliebigen Mengen verzehrt werden sollte. Wie immer muss auch hier jedeR selbst herausfinden, was gut tut oder eben nicht. Ein paar Informationen über Kakao hab ich hier mal für euch zusammengestellt:

Traditionelle Verwendung von Kakao
In alten Kulturen wurde Kakao nicht als Nahrungsmittel verwendet, sondern als Droge eingesetzt. Häufig wurde er mit halluzinogenen Pilzen oder anderen Halluzinogenen kombiniert, da er angeblich die Wirkung dieser Pflanzen verstärkt. Außerdem wurde Kakao als Heilmittel bei verschiedenen Krankheiten eingesetzt, wie z. B. bei Durchfall, Niereninfektionen, Skorpionbissen und Erschöpfung.

Später wurde aus Kakao „Tejate“ zubereitet, ein Getränk aus Maismehl, Honig, Vanille, Chili und anderen Gewürzen, das in den ländlichen Gegenden Mexikos seiner erfrischenden, aphrodisierenden und medizinischen Effekte wegen noch heute beliebt ist.

Es scheint also, dass Kakao traditionell immer nur in sehr kleinen Mengen verwendet wurde. Definitiv nicht täglich oder in den großen Mengen, die viele Rohköstler heutzutage konsumieren.

Nutzen & Nährwerte von Kakao
Kakao ist zwar reich an Antioxidantien und Magnesium, aber diese Stoffe können leicht durch eine Vielzahl anderer Nahrungsmittel aufgenommen werden. Blaubeeren z. B. enthalten auf ihr Gewicht bezogen zwar weniger Antioxidantien als Kakao, können aber leichter in größeren Mengen gegessen werden. Ähnlich ist es mit grünen Blättern, die unsere beste Quelle für Magnesium sind & mit denen wir, pur gegessen oder in Form von Smoothies, leicht unseren Bedarf decken können.

Negative Auswirkungen von Kakao
Kakaobohnen enthalten sehr viel Fett & belasten dadurch die Leber. Die reichlich enthaltenen Omega-6-Fettsäuren können entzündliche Prozesse im Körper verstärken. Die anregende Wirkung von Kakao kann ebenfalls die Leberfunktion beeinträchtigen und außerdem die natürliche Adrenalinproduktion aus dem Gleichgewicht bringen. Das enthaltene Koffein kann bei übermäßigem Gebrauch ähnliche Auswirkungen wie Kaffee haben: Beklemmung, Herzrasen, Schlaflosigkeit sind mögliche Folgen wie sie von Rohköstlern nach dem Verzehr relativ großer Mengen von Kakao berichtet wurden. Zu den langfristigen Folgen gehören Abhängigkeit, Herzrhythmusstörungen und chronische Erschöpfung.

Kakao verbessert die Laune und verringert Depressionen
Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge leiden Menschen, die häufig Schokolade konsumieren, seltener unter Depressionen, was vermutlich am Einfluss des Kakaos auf die Neurotransmitterfunktionen liegt. Er enthält Phenethylamin (PEA), welches mit dem Entstehen von Lust- und Glücksempfindungen in Verbindung gebracht wird. Dieser Stoff ist übrigens auch in Blaualgen enthalten.

Meine persönlichen Erfahrungen mit Kakao
Auf mich wirkt Kakao definitiv extrem anregend. Wenn ich nur gelegentlich mal ein paar wenige Kakaobohnen esse, frische oder auch (dann noch weniger) getrocknete, pur oder mit etwas Grün dazu, hebt das meine Laune & meinen Energielevel & tut einfach gut. Allerdings achte ich darauf, den Kakao nicht am späteren Nachmittag oder gar Abend zu essen, weil ich sonst die halbe Nacht nicht schlafen kann.

Häufigerer Verzehr bringt mich aus dem Gleichgewicht – ich bemerke dann zuerst Schlaflosigkeit, in der Folge Nervosität, Unruhe & Erschöpfung. Zu roher Schokolade, Torte oder ähnlichem verarbeiteten Kakao vertrage ich weniger gut als die puren Kakaobohnen. Ich schätze, es liegt daran, dass ich in der Mischung mit süßen Zutaten schnell eine zu große Menge Kakao esse – mein Körper sagt mir dann nicht, wenn er genug von dem (eigentlich ja recht bitteren) Kakao hat. Meine Tochter mag die puren Kakaobohnen überhaupt nicht, nur das leckere Fruchtfleisch lutscht sie ab. Gesüßte Schokolade isst sie aber sehr gern, auch in großen Mengen – und ist dann nächtelang hochaktiv. Darüberhinaus enthalten all die leckeren Torten, Schokoladen usw meist noch große Mengen an Fett aus Nüssen, Kokosöl usw und belasten den Körper damit noch mehr.

Insbesondere kakaohaltige Zubereitungen scheinen für mich auch ein gewisses Suchtpotential zu haben – nach mehreren Tagen mit täglichem Verzehr solcher Dinge kostet es mich, trotzdem ich mich damit nicht wohl fühle, ein wenig Anstrengung, sie wieder wegzulassen.

Wieviel Kakao sollten wir also zu uns nehmen?

David Wolfe beschreibt eine geringe Einnahme von Kakao mit 3-4 Kakaobohnen pro 100 Pfund Körpergewicht. Gemahlen ergibt das vielleicht einen Teelöffel voll. Einen übertrieben hohen Kakaokonsum beziffert er mit 11-33 Kakaobohnen pro 100 Pfund Körpergewicht. Das wären für jemanden, der 200 Pfund wiegt, 1,5 – 3 Esslöffel pro Tag – und für jemand wie mich, mit etwa 100 Pfund Gewicht, entsprechend die Hälfte davon.

Meine Empfehlung: begrenzt euren Kakaoverzehr auf kleine Mengen, esst ihn nicht täglich & vermeidet ihn ganz, wenn ihr Symptome wie chronische Erschöpfung, Herzrhythmusstörungen oder ähnliches bemerkt. Achtet auf die Signale eures Körpers – wie immer wird er euch zeigen, was ihm gut tut & was nicht.

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