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Fette schädlich? Früchte böse? Natürliche Nahrung, die wir brauchen

[Dieser Artikel enthält evtl. Werbung in Form von Produktnennung und Affiliatelinks]

Viele Jahre mit überwiegend Früchte-Grünzeug-Rohkost mit hohem Anteil an süßen Früchten und wenig Fett, danach knapp ein Jahr ketogene roh-vegane Kost, und nun (wiederum) eine fettarme, schleimarme, energiearme Rohkost, die sich aus Microgreens, Algen, Sprossen, weiterem Grünzeug, Gemüsefrüchten und, in Maßen, süßen Früchten zusammensetzt – was habe ich gelernt? Sind Fette böse? Sind süße Früchte schädlich? Wieviel feste Nahrung brauchen wir tatsächlich? Was nährt uns wirklich? Meine momentane Wahrheit dazu:

„Egal, was du isst, du lebst nicht vom Essen. Aber wenn du isst, ist es nicht egal, was du isst. … Fasten erleichtert dich vom falschen Gewicht. Bewegung ist das Living on Light [Lichtnahrung], und der Schlaf und die Freude und die Atmung.“
Aintjos

Was nährt uns wirklich?

Wenn ich morgens, ohne vorher gegessen zu haben, zum Wandern in die Berge gehe. Egal, ob allein oder mit Freund*innen. Dann kann ich stundenlang wandern, auch steil bergauf, bergab, über steiniges, unwegsames Gelände. Klettern. Die Umgebung wahrnehmen, reden und lachen und staunen. Ohne hungrig zu werden. Oder kraftlos. Im Gegenteil, ich fühle mich voller Energie. Und brauche über Stunden höchstens mal etwas Wasser.

Sitze ich hingegen drinnen, am Computer, bekomme ich häufig viel früher Hunger. Oder fühle mich nach einigen Stunden schlapp und ausgelaugt, zumindestens dann, wenn ich mit eher mühsamen Tätigkeiten beschäftigt bin.

Wenn ich zu wenig Schlaf bekomme, neige ich dazu, mehr zu essen – weil die Kraft fehlt, und mein Kopf das als Nahrungsbedarf interpretiert.

Wenn ich mich (bevor ich etwas gegessen habe) mal schlapp fühle, aber dennoch dazu überwinde, meine Matte auszurollen und Yoga (oder andere Übungen) zu machen, gewinne ich dadurch spürbar an Energie.

Sonne, frische Luft, Bewegung, liebevolle soziale Kontakte, Freude beim Tun, ausreichend Ruhe und Schlaf – all das nährt meinen Körper viel wesentlicher als die Nahrung, die ich zu mir nehme. Wenn das fehlt, oder zu kurz kommt, mangelt es mir an Energie, selbst wenn ich ausreichend esse.

Das ist das, was im obigen Zitat als „Living on Light“, als Lichtnahrung, bezeichnet wird. Das, was uns wirklich nährt.

Wieviel feste Nahrung brauchen wir tatsächlich?

Ob die feste Nahrung ganz entfallen kann, oder wie viel (wie wenig) davon tatsächlich nötig ist, ist sicher für jede*n unterschiedlich, und entwickelt sich bei den meisten auch im Laufe der Jahre. Auf körperlicher Ebene sinkt der Nahrungsbedarf mit dem, ich nenne es mal: Reinheitsgrad des Körpers. Je besser gereinigt, je freier von Belastungen durch Gifte und Rückstände, der Körper ist, desto besser kann er die aufgenommene Nahrung verwerten. Und braucht logischerweise weniger davon.

Auch die Art der Ernährung spielt eine Rolle: Je natürlicher, naturbelassener, einfacher zu verdauen die aufgenommene Nahrung ist, desto weniger braucht der Körper davon.

Viele Rohkostanfänger*innen (ich auch, damals) essen in der ersten Zeit enorme Mengen, weil sie das Gefühl haben, nie satt zu werden. Das hängt mit dem anderen Sättigungsgefühl im Vergleich zur Kochkost zusammen – Rohkost macht, in sinnvollen Mengen aufgenommen, niemals so schwer wie gekochtes Essen. Unser durch Kochkost geprägtes Gehirn erkennt daher den Zustand noch nicht als „satt“.

Galina Schatalova, die in ihrem Buch „Wir fressen uns zu Tode“ sehr deutlich aufzeigt, dass die üblichen Ernährungsempfehlungen und -gewohnheiten bezüglich Kalorien und Nährstoffen total übertrieben sind, hat in Experimenten gezeigt, dass ihre Probanden mit einer sehr energiearmen Ernährung dennoch nicht nur mehr als genug Energie für anstrengende, wochenlange Wanderungen hatten, sondern dabei sogar noch an Gewicht zugelegt haben, statt etwa ausgezehrt und kraftlos am Ziel anzukommen.

Interessant ist auch ein Blick auf die Entwicklung der offiziellen Nährwertempfehlungen: So sind die als lebensnotwendig und gesund empfohlenen Kalorienmengen im vergangenen Jahrhundert mehrfach korrigiert worden: während der Kriegs- und Nachkriegszeiten wurden sie deutlich heruntergesetzt, um während der Jahre des Wirtschaftswachstums dann wieder erhöht zu werden. In manchen natürlich lebenden Völkern werden komplett andere Kalorienmengen aufgenommen (in beide Richtungen anders), ohne dass die Menschen dort unter Über- oder Untergewicht leiden würden. Die Qualität der Nahrung zählt deutlich mehr als die Quantität, und erst recht mehr als die messbaren Werte des Energiegehaltes oder bestimmter Nährstoffe.

Nicht nur dein körperlicher Zustand beeinflusst deinen Nahrungsbedarf. In unserer Wohlstandsgesellschaft ist ein großer Teil unserer Nahrungsaufnahme emotional-mental motiviert und hat nichts mit körperlichen Bedürfnissen zu tun. Je „reiner“ und bewusster du auch auf dieser Ebene wirst, desto weniger wirst du feste Nahrung als „Trost“, Ablenkung, aus Gier, oder aufgrund von irgendwelchen Glaubenssätzen deines Verstandes brauchen.

Was ist gut, was ist schädlich?

Definitiv schädlich sind, mMn, Nährstoffe welcher Art auch immer dann, wenn sie isoliert/verarbeitet und so verzehrt werden. Wie z. B. Kohlehydrate in Form von Mehl, enthalten in Brot, Pasta, und so weiter. Wie Fette in Form von Öl, Butter, Margarine. Wie Salz. Wie Zucker. Wie NEMs. Wie fast alles, was ein Großteil der westlichen Bevölkerung so isst.

Aber wie sieht es innerhalb der Rohkost aus? Innerhalb der reichen Palette natürlicher Nahrung? Hier scheiden sich oft die Geister – die einen halten Fette für ungesund, die anderen süße Früchte.

Fett essen oder nicht essen?

Fette … sind besser als ihr Ruf. Vorausgesetzt, sie kommen im natürlichen Verbund, also in Form von Fettfrüchten, oder, saisonal, in Nüssen oder Samen. Denn auch hier gilt: isolierte Fette, Öle z. B., sind aus dem natürlichen Zusammenhang gerissen. Von der Natur in der Form nicht vorgesehen, gehören sie sicher nicht zur optimalen Ernährung für unseren Körper.

An Fettfrüchten, wie Avocados und Kokosnüsse, sowie Nüssen und Samen, unverarbeitet und in sinnvollen Mengen, ist an sich nichts falsches. Solange du auf die Bedürfnisse deines Körpers achtest, und dich mengenmäßig daran und an dem, was im natürlichen Kontext realistisch wäre, orientierst. Also z. B. Nüsse nur im Herbst isst, wenn sie reif werden. Und dann in den Mengen, die du essen kannst, wenn du jede Nuss direkt vor dem Verzehr knacken musst. Fertig geknackte Nüsse lassen sich nur allzu schnell auch mal handvollweise einwerfen. Ebenso werden beim Verzehr von Rohkosttorten und anderer Gourmetrohkost nur zu leicht große Mengen an Fetten (noch dazu häufig ungünstig kombiniert mit Früchten) aufgenommen, die den Körper dann belasten.

Ein Zuviel, von was auch immer, selbst von den besten Nahrungsmitteln der Welt, ist immer schädlich, weil es eine Überlastung darstellt.

Wie das mit den Fettmengen bei einer ketogenen Ernährung aussieht, dazu schreibe ich unten noch mehr.

Früchte – heilend oder schädlich?

Frische süße Früchte sind – ursprünglich – paradiesische Nahrung. Bäume produzieren Früchte, um ihre Samen in die Welt zu tragen, also sich fortzupflanzen. Lebewesen wie Menschen und andere Tiere, die diese Früchte essen und die Kerne der Natur zurückgeben, helfen dabei. Durch das Essen von Früchten zum Stillen des eigenen Hungers wird keinem Lebewesen Schaden zugefügt oder gar das Leben genommen.

Ursprüngliche Früchte sind ein wertvolles Element zur Versorgung unseres Körpers mit allen Nährstoffen, die er so braucht. Zugleich wirken sie reinigend und können uns so dabei unterstützen, angesammelte Schadstoffe im Körper zu lösen und auszuscheiden.

Allerdings gibt es dabei in unserer modernen Welt und in Anbetracht unserer zumeist sehr vorbelasteten Körper manches zu bedenken.

Zum Einen sind die meisten Früchte, die im Handel zu finden sind, weit entfernt von ihrer ursprünglichen, von der Natur geschaffenen Form. Sie sind hochgezüchtet, um den Wünschen der Konsumenten zu entsprechen (und so die Produzenten möglichst viel Geld verdienen zu lassen), und enthalten oftmals viel zu viel Zucker, in einer ungünstigen Verteilung von Fructose und Glukose, und zu wenig Mineralstoffe.

Früchte werden zudem häufig großflächig und nicht sehr nachhaltig angebaut, und können aus den dadurch ausgelaugten Böden erst recht nicht mehr genug Nährstoffe aufnehmen. Und schließlich werden die allermeisten Früchte, die in den Handel gekommen, viel zu früh geerntet, oft weit transportiert und unterwegs durch Begasung zunächst vom weiteren Reifen abgehalten und dann künstlich nachgereift. Nährwertgehalt und Lebensenergie einer solchen Frucht ist himmelweit von dem entfernt, womit eine frisch und reif vom Baum gepflückte Frucht deinen Körper tatsächlich nähren könnte.

Wie empfehlenswert und gesundheitsförderlich es ist, sich tatsächlich überwiegend und in großen Mengen von solchen Früchten zu ernähren, mag jede*r selbst entscheiden. Genieße alle Früchte, die du magst und die dir gut tun, aber bleibe achtsam und achte auf die Reaktionen deines Körpers.

Ein weiterer Aspekt ist die eventuelle Vorbelastung deines Körpers und die insbesondere durch frische Früchte angeregte Entgiftung. Dass diese nämlich durch unachtsames Essen gerade von zu vielen Früchten in zu großen Mengen übermäßig stark werden kann, darüber schrieb ich hier schon einmal. Wie du dort nachlesen kannst, ist eine möglichst schnelle Entgiftung nicht immer der beste Weg zur Heilung des Körpers. Weniger süße Früchte und dafür mehr Gemüse und vor allem Grünzeug sind manchmal der bessere Weg.

Obwohl Früchte natürlich durch ihre Süße für die meisten Menschen zunächst einmal sehr reizvoll sind, kann auch hier durch aufmerksames Beobachten des Körpers und seiner Reaktionen darauf vertraut werden, dass der Körper zeigt, was er braucht.

Die Bedeutung von Grünzeug

Chlorophyll wird im kommenden erleuchteten Zeitalter das Hauptprotein sein. Im frisch zubereiteten Getränk enthält es synthetisierten Sonnenschein und den für die Wiederbelebung des Körpers erforderlichen elektrischen Strom, und es wird Teile des Gehirns erschließen, von denen der Mensch heute noch nichts weiß.“ – Ann Wigmore

Ich hab hier schon so oft über Grünes geschrieben, deshalb heute nur kurz:

Neben den so gern zitierten im Grün enthaltenen Mineralien und Co, die in den überzüchteten Früchten oftmals fehlen, jedoch vom Körper zum Ausgleich des Zuckerüberschusses benötigt werden, geht es beim Nähren deines Körpers ja vor allem darum, ihn mit Lebensenergie zu nähren. Grünzeug ist ein umfassender Begriff – wenn ich davon spreche, meine ich eher nicht die labberigen, geschmacklosen Salate, wie sie oftmals angeboten werden. Aus denen jede Spur von Bitterstoffen und Co herausgezüchtet wurde. Sondern z. B. Wildkräuter. Die einfach da wachsen, wo sie wachsen wollen. Perfekt angepasst sind an ihre Umgebung (und diese Anpassung auch an dich weitergeben und dir somit helfen, mit den Belastungen in deiner direkten Umgebung besser zurechtzukommen). Die sich durchsetzen, auch wenn Menschen immer wieder versuchen, sie zurückzuschneiden – sie haben so viel Kraft, sie wachsen immer wieder. Von all dieser Energie profitierst du, wenn du Wildkräuter isst. Nebenbei sind sie eine extrem kostengünstige Art und Weise, dich optimal mit allem zu versorgen. Superfoods aus der Natur gewissermaßen.

Auch Algen bringen ähnliche Vorteile mit sich. Wenn du die Möglichkeit hast, sammele sie frisch an der Küste. Sonst kannst du sie auch, in guter Qualität, getrocknet bestellen. Ich verwende diese hier – Rohkostqualität, aus Spanien.

Unglaublich wertvoll, voller Leben, wahrhaftig „lebendige Nahrung„, sind Sprossen, über die ich erst kürzlich ausführlicher geschrieben habe – liest du hier.

HighCarb oder Keto – was ist besser?

Eine kurze Antwort wäre: langfristig keines von beiden. Einem ausgewählten Ernährungskonzept zu folgen, es als Anleitung zu verstehen und nach dessen Regeln zu essen, das kann im Rahmen eines Einstiegs in eine gesündere Ernährungsweise sinnvoll sein. Ob es dabei um die Rohkost allgemein geht, oder eben um eine ihrer vielen Spielarten. Und dabei ein bisschen Disziplin aufzubringen, halte ich auch für durchaus erstrebenswert. Dir selbst Disziplin aufzuerlegen, um das zu praktizieren, wovon du erkannt hast, dass es dir gut tut. Das ist praktizierte Selbstliebe.

Es geht jedoch sicher nicht darum, blind einem Konzept und dessen Regeln zu folgen. Auf Dauer ist es unbedingt anzustreben, auf den eigenen Körper zu hören. Dem Instinkt bei der Nahrungsauswahl – was riecht gut, was schmeckt gut – wie auch beim Beobachten seiner Reaktionen und der Nutzung des Verstandes, wenn etwas offensichtlich nicht gut getan hat.

Die Auswahl sollte dabei, ich sag es nochmal, aus dem unverarbeiteten Angebot der Nahrung bestehen, die die Natur uns bietet.

Eine weitere kurze Antwort: Meine Lieblingsantwort, wenn ich mich mal in Gedanken darüber, was „richtig“ ist und was nicht, verliere: Wie wäre es unter natürlichen Bedingungen? Lebte ich tatsächlich in der Wildnis, nur aus der Natur – was stände mir dann als Nahrung zur Verfügung? Abhängig von der Region und der Saison würde sich das im Jahreszyklus ändern. Da gäbe es Zeiten mit mehr und andere mit weniger Nahrung. Zeiten mit vielen süßen Früchten und Grünzeug (HighCarb), andere, in denen kaum etwas zu finden ist. Im Herbst vielleicht viele Fette aus Nüssen, auch noch Grünzeug, aber kaum noch Früchte (Keto). Niemals jedoch rund ums Jahr das gigantische Angebot von allem, den Überfluss, der für die meisten von uns heutzutage normal ist.

Noch eine, etwas längere Antwort:

Die ketogene Ernährung hat mir zwar einige Monate lang gut getan – jedoch, wie ich vermute, vor allem deswegen, weil ich während der Zeit manches NICHT gegessen habe, wovon ich vorher phasenweise zu viel zu mir genommen habe (Datteln, z. B.). Weil mein Körper außerdem gerade in einer Phase war, in der er wenig oder keine süßen Früchte wollte und brauchte. Und vielleicht auch, weil ich, aus verschiedenen Gründen, zu der Zeit mehr Erdung, mehr Bodenhaftung, und verstärkten Körperaufbau brauchte.

Zu Anfang fiel es mir etwas schwer, mich an das viele Fett zu gewöhnen. Da ich ja jedoch kaum Kohlenhydrate zu mir genommen habe, war es weit bekömmlicher als ich es vorher immer empfunden hatte. Fett und viele KH – das passt definitiv nicht gut zusammen. Ohne KH schien mein Körper es jedoch weit besser verstoffwechseln zu können.

Mit ketogener Ernährung bringst du deinen Körper in den Zustand der Ketose und hältst ihn da. Ketose an sich ist ein natürlicher Zustand, von unserem Körper vorgesehen für Zeiten der Nahrungsknappheit – er kann dann aus den angefutterten Fettreserven Energie gewinnen und dadurch weiterleben. Auch beim Fasten kommst du übrigens in die Ketose. Als Dauerzustand für diejenigen von uns, die insgesamt nur noch wenig feste Nahrung brauchen, denkbar. Als Dauerzustand jedoch durch das permanente Essen großer Mengen von Fett kommt es mir nicht richtig vor.

Ich selbst habe mich auch auf die Dauer, trotz guter Energie und Fitness, immer schwerer gefühlt. Nicht etwa durch Gewichtszunahme, sondern „nur“ von meinem Empfinden. Mein Körpergefühl, meine Stimmung. Weniger intuitiv auch, getrennter vom „Eins-sein“-Gefühl.

Auch die Tatsache, dass ich mich mit ganz einfachen fettlastigen Mahlzeiten nicht so zufrieden gefühlt habe, stark zum Zubereiten tendiert habe, um zufrieden zu werden, und auch plötzlich eine Vorliebe für fermentierte Zubereitungen entwickelt habe (die ja vielleicht nicht „schlecht“ per se sind, aber eben auch nichts was die Natur mir so direkt anbietet), haben mir gezeigt, dass diese Ernährungsform auf Dauer nicht die für mich optimale sein kann.

Zweimal habe ich die Ketose zwischendurch kurz unterbrochen, als ich auf Reisen war und da dann, mangels Alternativen, wieder auf etwas mehr Früchte zurückgegriffen habe. In beiden Fällen hat mein Körper praktisch sofort angefangen zu entgiften. Nichts dramatisches, laufende Nase, verschwommene Sicht, Schuppen, sowas. Schleimausscheidungen. Ausgelöst durch die kleinen Mengen an Früchten. Daher glaube ich, dass der Körper bei ketogener fettreicher Ernährung, selbst wenn sie roh-vegan ist, weniger optimal entgiftet, und folglich eben doch mehr „ansammelt“, als gut für ihn ist.

Die fettarme Ernährung mit vielen süßen Früchten und Grünzeug, phasenweise auch nur Früchte, ohne Grün, hat mir immerhin viele Jahre lang gut getan. Wobei sich das Verhältnis von Früchten zu Grün langfristig immer mehr zu Grün verschoben hat. Also immer mehr Grün (incl. Gemüsefrüchte, Algen, Sprossen…), immer weniger süße Früchte.

Schleimarm/schleimfrei essen?

Und im wesentlichen bin ich da ja jetzt wieder gelandet. Mit süßen Früchte in Maßen. Grün ist essentiell. Einige Tage ohne süße Früchte sind unproblematisch, Grün fehlt mir schneller. Fett brauche ich wirklich wenig – das mag sich, wenn es wieder kühler wird, auch wieder ändern. Ohnehin ist mein Bedarf jetzt sicher auch der Jahreszeit entsprechend – Sommer, es ist heiß hier, trockenes Klima, es gibt viele süße Früchte. So viele wie zu früheren Zeiten mag ich dennoch nicht auf einmal essen. Selbst nicht von so ursprünglichen, unverzüchteten Früchten wie Kaktusfeigen oder Feigen.

Apropos Jahreszeit und saisonale Anpassung – so wie ich davon ausgehe, dass der Früchteanteil in meiner Ernährung nach den Sommermonaten auch wieder abnehmen wird, kann ich mir schon auch weitere (nicht so arg fettlastige!) Keto-Phasen in der Zukunft vorstellen. Zum saisonalen und regionalen Nahrungsangebot passend, könnten die sich, je nachdem, wo ich so sein werde, auch ganz von allein ergeben. Den natürlichen Zyklen folgend. 😉

Fasten, intermittierendes Fasten

Es geht nicht nur um Essen, siehe auch oben, sondern auch um das Nicht-Essen. Beim Essen ist die Frage der Qualtität sicher wesentlicher als die der Quantität, wie es so oft heißt. Durchaus auch wichtig ist aber die Frage der Quantität – nur im umgekehrten Sinne: weniger ist mehr. Wenn ich mich überesse, fühle ich mich nicht gut. Und da ist es dann egal, ob das zuviel Fett war oder zuviel Obst.

Intermittierendes Fasten, und verschiedene andere Ansätze von systematischem Fasten, sind mindestens genauso wichtig wie die Wahl dessen, was ich esse.

Fazit – genau wie immer: gut und richtig ist, was den aktuellen Bedürfnissen des Körpers entspricht. Und die wollen gehört und beachtet werden, immer wieder.
Über die Jahre gesehen ist das bei mir offensichtlich eine fettarme, schleimarme, grünlastige, energiearme, einfache vegane Rohkost.

Meine „Happy, healthy, raw, & free – Rohkost“, die (mich) froh macht & mir gut tut

Wenn du wissen willst, wie die derzeit konkret so aussieht, schau dir gerne mein Video dazu bei YouTube an:

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