Roh bleiben – Tipps & Unterstützung

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Kochkost macht süchtig. Wer sich mehr oder weniger lange von gekochtem & verarbeitetem Essen ernährt hat, kann oftmals nicht einfach so damit aufhören. Das anhaltende Verlangen nach Gekochtem, selbst wenn deutliche Einbußen des Wohlbefindens dadurch erlebt werden, hat viele Gründe.

Neben verbreiteten körperlichen Abhängigkeiten (besonders häufig nach Getreide, Salz, Zucker) gibt es das manchmal nach langer Zeit plötzlich aufflackernde Verlangen nach längst vergessenen „Genüssen“, welches häufig die Entgiftung des Körpers von genau diesen Lebensmitteln kennzeichnet. In diesen Fällen lohnt es sich wirklich, standhaft zu bleiben & sich eine kurze Zeit zu disziplinieren; dann gehört dieses spezielle Verlangen recht bald der Vergangenheit an.

Schwieriger sind die psychischen Abhängigkeiten & Verwicklungen.

Von Essen, das uns an unsere Kindheit erinnert & uns dadurch Trost, Geborgenheit, Wärme vermittelt. In Gesellschaft der Wunsch, auch das Essen der anderen teilen zu wollen, um dazuzugehören. Häufig hat unser Appetit gar nichts mit körperlichem Hunger zu tun; das Essen dient dann ganz anderen Zwecken: Ersatzbefriedigung, Füllen einer seelischen Leere, Betäuben unbequemer Gefühle … diese Probleme lösen sich natürlich nicht unbedingt automatisch durch die Rohkost, aber immerhin ist rohköstliches Essen, selbst wenn es als emotionale Nahrung eingesetzt wird, schon ein deutlicher Fortschritt für Wohlbefinden & Gesundheit.

Unter normalen Umständen sollte der Weg der Rohkost ein leichter, müheloser sein. Wer sich dauerhaft disziplinieren muss & sich ständig quält, um nur ja 100% roh zu bleiben, der ist vielleicht einfach noch nicht so weit. & sollte sich, im Interesse seines körperlichen & seelischen Wohlbefindens einfach noch etwas Zeit geben.

Andererseits muss man durchaus nicht jedem spontanen Verlangen sofort nachgeben – häufig verlangt der Körper (oder die Seele) in Wirklichkeit nach etwas ganz anderem & der eben noch verspürte Jieper auf Pizza oder Schokolade verschwindet schon nach kurzer Zeit wieder. Zur Bewältigung solcher kleinen Herausforderungen habe ich hier ein paar Tipps & Anregungen für dich zusammengestellt. Auch wenn du aus gesundheitlichen Gründen dir „Ausnahmen“ nicht erlauben kannst, hilft dir vielleicht manches davon weiter.

Wenn du in Versuchung gerätst, etwas zu essen, was nicht deinem Speiseplan entspricht …

  • … nimm dir fünf Minuten Auszeit, setz dich oder leg dich hin, atme tief ein & aus & konzentriere dich auf deinen Atem. Sauerstoff wirkt sowohl reinigend als auch nährend. Genieße, wie wohl du dich fühlst.
  • bewege dich! Je nachdem, wieviel Zeit du gerade hast: lauf eine Runde oder schwing dich aufs Fahrrad, lauf ein paar Mal die Treppen auf & ab, geh eine Runde auf den Stepper, mach ein paar Liegestütze, Kniebeugen, Klimmzüge – was gerade passt.
  • … nimm dir ein paar Minuten, um herauszufinden, was du wirklich gerade brauchst. Geht es tatsächlich um Essen? Oder brauchst du vielleicht eher eine Pause? Trost? Beschäftigung? Ablenkung? Manchmal geht unser Gehirn merkwürdige Wege: so kann das akute Verlangen nach einer Zigarette & einer Tasse Kaffee uns signalisieren, dass wir schlicht eine Pause brauchen (die sich natürlich sinnvoller & bekömmlicher füllen lässt 🙂 )
  • Wenn du tatsächlich etwas Essen willst: bevor du zugreifst, nimm dir etwas Zeit, darüber nachzudenken: Ist das, wonach es dich verlangt, wirklich das, was du essen willst? Wirst du dich danach besser fühlen? Könnte etwas anderes (etwas aus deinem eigentlichen Speiseplan) deine momentanen Bedürfnisse ebenfalls erfüllen? Unser Appetit signalisiert die Bedürfnisse unseres Körpers. Beim Verlangen nach nicht natürlichen Lebensmitteln müssen diese allerdings erst entschlüsselt werden. So bedeutet Appetit auf Pizza nicht, dass Pizza das ist, was der Körper jetzt braucht. Sondern könnte das Bedürfnis nach Fett und/oder nach Mineralien (Salzen) anzeigen. Diese Bedürfnisse lassen sich dann mit rohen Lebensmitteln erfüllen – in diesem Fall z. B. wahlweise mit rohen Nuss-Burgern oder einem deftigen „Eintopf“ aus viel Grün, Gemüse & Fettfrüchten.

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