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Warum Getreide nicht zu unserer Ernährung gehört

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Ich spreche hier von unserer = des Menschen artgerechten Ernährung. Also dem, wofür unser Körper gemacht ist, worauf er programmiert ist, was er optimal verwerten kann & was ihm gut tut. Was – besonders im Hinblick auf Getreide, aber auch auf vieles anderes – leider häufig nicht mit den tatsächlichen Bestandteilen der verbreiteten menschlichen Ernährungsweise übereinstimmt. Tatsächlich bildet gerade Getreide für die allermeisten noch immer das Grundnahrungsmittel schlechthin. Im Brot, im Müsli, in Nudeln, Kuchen, Keksen, Pizza usw usw … nahezu alles, so scheint es, basiert auf Getreide.

War das denn nicht „schon immer“ so? Ernähren sich unsere Vorfahren nicht seit Tausenden von Jahren von Getreide? Ja und nein. Tatsächlich essen Menschen seit rund 10.000 Jahren Getreide. Unsere Art existiert jedoch weitaus länger, und die allermeiste Zeit davon gehörte Getreide eben nicht zu unserer Nahrung, und unsere Körper sind nicht gut an dessen Verwertung angepasst. Tatsächlich tauchten die ersten degenerativen Krankheiten parallel zur Ernährungsumstellung der sich sesshaft machenden, nun Getreide anbauenden Menschen auf. Insbesondere die Entstehung von Karies steht in direktem Zusammenhang mit dem Konsum von Brot!

Darüberhinaus wurde insbesondere in den letzten rund 100 Jahren das Getreide, speziell der überall verwendete Weizen, stark verzüchtet. Um den Ertrag zu steigern, die Verarbeitung noch gewinnbringender zu gestalten und die Konsumenten noch stärker an die suchterzeugenden Getreideprodukte zu binden, wurde der Weizen stark verändert.

Wieso bildet Getreide eigentlich einen so wesentlichen Teil der üblichen Ernährung?

Als die Menschen vor rund 10.000 Jahren begannen, sich sesshaft zu machen und sich nicht mehr aus dem stets reichhaltigen Angebot des tropischen Dschungels ernähren konnten, fingen sie an, ihre Nahrung anzubauen. Angebaut wurde nicht etwa eine möglichst große Vielfalt, und auch nicht das, was am leckersten & wohltuendsten war, sondern das, was sich gut anbauen liess, gut gelagert werden konnte, verarbeitet werden konnte und satt machte.

Isst du, wenn du Getreide isst, das Gleiche wie deine damaligen Vorfahren?

Nein. Nicht mal das Gleiche wie deine Urgroßeltern. Weizen, das am häufigsten verwendete Getreide, ist als Zuchtform erst seit 500 Jahren Bestandteil der menschlichen Ernährung. Der heutige Weizen wurde darüberhinaus für die industriellen Backprozesse „optimiert“ und besteht nun zu gut 50% aus Gluten (statt, wie 50 Jahre zuvor, 5%). Gluten, das sog. „Klebereiweiß“, verkleistert buchstäblich den Darm und behindert somit die Nährstoffresorption. Außerdem fördert es, da nicht vollständig verwertbar, chronische Entzündungen und führt zur Durchlässigkeit der Darmwände, so dass unverdaute Peptide direkt in die Blutbahn gelangen und dort Immunreaktionen hervorrufen können.

Darüberhinaus macht Weizen abhängig: Gliadine (Proteine im Weizengluten), entstammen der Genforschung der 1970er Jahre und wurden seitdem immer weiter entwickelt. Sie wirken appetitanregend bis hin zu unstillbarem Hunger und außerdem berauschend – sie betäuben unsere Sinne und machen schläfrig. Eine vermutlich beabsichtigte Wirkung … nicht zufällig wachen immer mehr Menschen in Folge einer Ernährungsumstellung auf.

Sind Menschen Getreideesser?

Lebewesen, die sich artgerecht von Getreide ernähren, wie z. B. Hühner, haben einen Kropf. Sie schlucken Steinchen, um die gegessenen Samen zu zermahlen. Ihr Körper verfügt über spezielle Enzyme, für die Verdauung von rohem Mehl. Ihr Darm ist für die Verdauung von Stärke ausgelegt; die Darmwand ist voller winziger Grübchen und ihre Bauchspeicheldrüse hat drei Gänge, einen für jede der Haupt-Enzymgruppen. Menschen haben weder Grübchen im Darm noch schlucken Sie Steine. Der menschliche Verdauungstrakt kann rohes Getreide, auch gemahlen, nicht verdauen. Ankeimen verbessert die Verwertbarkeit und senkt auch den Phytingehalt. Zur Erinnerung: Das im Getreide reichlich enthaltene Phytin bindet Mineralstoffe und macht sie somit für den Körper unverwertbar.

Allerdings enthält Getreide außerdem Toxine, die der Pflanze als Fraßschutz dienen. Manche Tierarten, wie Vögel und Insekten, haben eine Resistenz gegenüber diesen Giften entwickelt. Menschen jedoch nicht! Zu den gefährlichsten dieser Gifte gehören die Lektine, die vom Darm ins Blut gelangen und alle möglichen Autoimmunerkrankungen auslösen können. Außerdem machen sie den Darm durchlässiger und bringen das Gleichgewicht von Bakterien etc. im Darm durcheinander.

Wird Getreide dennoch, durch entsprechende Verarbeitung, dem menschlichen Verdauungssystem zugänglich gemacht, so treibt es den Blutzuckerspiegel massiv in die Höhe.

Zu denken geben sollte uns auch, dass keiner unserer nahen Verwandten unter den Primaten Getreide isst!

Fazit: Wir sind keine Getreideesser, Getreide gehört nicht zu der von der Natur vorgesehenen, artgerechten Nahrung für uns Menschen!


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