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Nutze deinen Atem

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Hast du ein Ziel vor Augen, einen Traum, den du leben willst? Und das Gefühl, dem nicht so wirklich näher zu kommen? Immer wieder den Weg zu verlieren?

Ein freies Leben, Reisen, gesunde Ernährung, eine glückliche Familie, eine liebevolle Gemeinschaft zum gemeinsamen Wachsen und Lernen, … was ist dein Traum?

Stell dir vor, du wüsstest, dass du nur noch 5 Jahre zu leben hast. Oder 5 Monate. Was würdest du dann tun mit deiner kostbaren Lebenszeit? Versuch mal, darüber nachzudenken, oder besser: nachzuspüren. Geh durch die möglicherweise auftauchende Angst und die Ausweichreflexe durch. Und finde heraus, was du WIRKLICH tun willst mit deinem Leben. Oder, besser, was du wirklich WILLST in deinem Leben.

Sind es die Dinge, von denen du träumst, die dich wirklich erfüllen werden? Reisen, Gemeinschaft, ein*e Liebespartner*in, Familie, passives Einkommen, Berühmtheit, dein Traumhaus, dein Traumjob, … ? Oder verbergen sich dahinter möglicherweise ganz andere Bedürfnisse? Der Wunsch nach Leichtigkeit, Freiheit, Sicherheit, Geliebtsein, z. B.? Sich wertvoll zu fühlen. Endlich gut genug zu sein.

Natürlich finde ich nichts falsches daran, Träume wie die oben erwähnten zu haben. Und auch nicht daran, danach zu streben sie zu verwirklichen. Sind es doch solcherlei Wünsche, die mir den Weg weisen. Den Weg durch dieses Leben, hin zu dem, wofür ich wirklich hier bin. Was ich wirklich leben, lernen, erfahren will. In dem genialen Buch von Michael Ende, „Die unendliche Geschichte“, ist es der Weg der Wünsche, der Bastian schließlich wieder zurück zu seinem wahren Selbst führt. Doch manche seiner Wünsche führen ihn vom Weg ab … auf Wege, die ich jetzt Irrwege nennen könnte, doch ich glaube, es gibt keine Irrwege. Jeder Weg, den ich einschlage, ist richtig und wichtig für mich. Selbst wenn ich darauf nur erkenne, dass er mich nicht in die Richtung führt, in die ich eigentlich möchte, und ich wieder umkehre.

Im Buch ist Bastians Zahl an Wünschen begrenzt, denn mit jedem weiteren erfüllten Wunsch vergisst er sich selbst ein Stück weiter, und sobald all seine Erinnerung verschwunden ist, gibt es keine Möglichkeit mehr für ihn, zu sich selbst zurück zu finden. In unserem Leben sieht das, so glaube ich, nicht ganz so aus. Zwar ist die Erinnerung an unser wirkliches Selbst oftmals tief begraben, doch ich glaube, es führt immer ein Weg zurück hinaus.

Unsere „falschen“ Wünsche – das sind die, die gar nicht wirklich etwas mit unserem wahren Selbst zu tun haben. Die unser Verstand auf unsere uns oftmals noch nicht wirklich bewussten tiefen Bedürfnisse projiziert hat. Doch selbst die helfen uns, wenn wir sie uns näher anschauen. Dabei, zu erkennen wer wir sind. Und was wir brauchen.

Was möglicherweise begrenzt ist, ist die Zeit, die uns in diesem Leben hier zur Verfügung steht. Im Hinduismus heisst es, jedes Kind wird mit einer bestimmten Menge an Atemzügen geboren. Verschwendest du deinen Atem? Oder nutzt du jeden Atemzug, um das Beste aus deiner Zeit zu machen?

Vorhin las ich bei Instagram den Satz: „Wenn du nicht tust, was du liebst, verschwendest du deine Zeit.“ Richtig … und doch nicht die ganze Wahrheit. Finde ich. Denn der Startpunkt ist nicht, nur noch zu tun, was du liebst, und alles Ungeliebte einfach loszuwerden. Sondern, zu lernen, zu lieben was du tust. Alles. Die Bewertung wegzulassen, und mit Liebe und Dankbarkeit an jede Tätigkeit heranzugehen – in dem Bewusstsein, dass das, was du in diesem Moment tust, genau das Richtige ist für dich. Genau das, was du gerade brauchst. Das bringt dich auf den Weg … und irgendwann … tust du nur noch, was du liebst. Denn die eigentliche Zeitverschwendung ist es, nicht zu lieben.

Das Gegenteil von Liebe ist Angst

Dieses Gefühl, dass die meisten von uns wohl kennen – das Gefühl, immer mal wieder zu straucheln auf unserem Weg, den Mut zu verlieren, oder das Ziel aus den Augen. Das Flüchten in die gewohnte Bequemlichkeit, die uns vielleicht nicht glücklich macht, aber die wir wenigstens kennen. All das basiert auf Angst. Es geschieht, wenn wir die Angst größer werden lassen als unsere Liebe. Die Angst, nicht gut genug zu sein. Die Angst, nur dann wertvoll und liebenswert zu sein, wenn wir eben das sind – gut genug. Nach Maßstäben, die uns von klein auf gelehrt wurden, und die nicht unsere eigenen sind. Die Angst auch, wenn wir sehen, wie großartig und wundervoll wir WIRKLICH sind, und die Angst vor dem Erreichen unserer Wünsche … weil wir das ja eigentlich „gar nicht verdient“ haben. Es dann tatsächlich leben zu müssen – in der Angst, dass es uns wieder abhanden kommt, weil wir es doch nicht verdient haben.
Denk an ein kleines Kind – wenn es etwas bekommt, oder er-lebt, was ihm Freude macht – was tut es dann? Es lebt es einfach. Es genießt es. Ohne die Frage, ob das jetzt so sein darf. Ohne die Angst, dass es wieder verschwinden könnte.

„Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass du noch 5 Monate zu leben hast?“ – Meditiere über diese Frage. Stell sie dir und dem Universum oder den Engeln oder der Gottheit, an die du glaubst – und dann höre einfach zu. Bis die Antwort zu dir kommt. Denke NICHT nur mit deinem Verstand darüber nach … denn sonst landest du möglicherweise wiederum nur bei den oberflächlichen Wünschen, und dem Stress (der Angst), noch immer nicht da zu sein, wo du doch sein möchtest – in deinem Traumjob, deiner Traumbeziehung etc.

Und wenn die Antwort, die du jetzt darauf findest, so etwas ist wie Reisen, oder andere Dinge, die dir einfach Freude machen? Dann folge diesem Wunsch, und versuche, auf deine Art, soviel davon zu tun, wie du eben jetzt gerade kannst. Geh den ersten Schritt. Und lebe das, was dir jetzt möglich ist. Um das etwas zu veranschaulichen: Ich hatte z. B. vor jetzt schon zwei Jahren eine ganz klare Vision, wie mein Leben aussehen soll. Ein wichtiger Bestandteil davon war (und ist) ein Van. Ein Reise-Van, kein riesiges Wohnmobil, aber groß genug, um darin wohnen und natürlich reisen zu können, und von da aus z. B. auch mein mobiles Rohkost-Café zu betreiben. Ich nähere mich dem auf meine Weise (und ja, mit Suchen und Straucheln und Ablenken, und es braucht Zeit, und das ist okay so. Es bringt mich voran, mit jedem Schritt. Nicht nur bezüglich des hoffentlich eines Tages materialisierten Vans 😉 ), habe aber, auch ohne den Van selbst, schon angefangen, diesen Traum zu leben. Mein „Reise-Van“ ist weiterhin mein wundervoller alter Golf, kombiniert mit einem Zelt. In Portugal habe ich vor zwei Jahren mein Rohkost-Café auf Märkten und ähnlichen Anlässen angeboten, was mir unglaublich viel Freude gemacht hat. … Sowas meine ich, wenn ich sage, „lebe deine Träume auf deine Art“.

Hab keine Angst, deine Wünsche, oder deine Zeit, zu verschwenden. Hab vor allem keine Angst, etwas falsch zu machen. Du kannst nichts falsch machen, solange du auf dein Herz und deine Wünsche hörst. Selbst wenn es dir so geht wie Bastian aus der oben erwähnten Geschichte, und du dich darüber vergisst … vielleicht ist das genau das, was passieren muss. Vielleicht müssen wir uns, unser angelerntes Selbst, komplett vergessen, und einfach auf das Leben vertrauen, um unser wahres Selbst finden zu können.
Wenn du das Buch gelesen hast, weißt du, dass auch für Bastian ein Weg zurückführt aus Phantasien. Und dass dieser Weg ihn nicht zu seinem alten, erinnerten (bzw. dann vergessenen) Selbst zurückführt, sondern auch in seiner realen Welt zu seinem wahren Selbst.
Wenn du das Buch, „Die unendliche Geschichte“ noch nicht gelesen haben solltest, übrigens, möchte ich es dir hiermit dringend empfehlen. Es ist eines der genialsten Bücher, die ich kenne. Auch wenn ich das beim ersten Lesen im Alter von ca 13 oder 14 noch bei Weitem nicht erfasst hatte. 😉

Und vergiss nicht: Du bist genau richtig und gut, so wie du bist! Du bist wertvoll für diese Welt, weil du du bist. Und du bist genau da, wo du jetzt sein sollst. Dein ganzes Leben gestaltet sich für dich, um dir zu helfen. Ob du deinem Leben mit Widerstand oder lieber mit Dankbarkeit begegnest, ist deine Entscheidung. Und damit entscheidest du, wie du dich fühlst. Nicht immer einfach … und doch so einfach.

Ich wünsche dir viel Mut. Und Liebe!

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