Früchte Rohkost Paradies - Happy Healthy Raw & Free

Leben im (Rohkost-)Paradies

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„Du lebst im Rohkostparadies!“ – Wenn ich Bilder meiner Einkäufe, vor allem der Früchte-Einkäufe, hier in Teneriffa zeige, ist dieser Satz eine häufige Reaktion. Momentan, wenige Tage bevor ich wieder einmal weiterreisen werde, verbunden mit der Frage: „Warum verlässt du das Rohkostparadies, wenn es dir dort doch so gut gefällt?“

Die Antwort auf diese Frage sowie einige Impressionen von meinem momentanen Rohkostparadies findest du in diesem Artikel.

Rohkostparadies Teneriffa

Auf den Fotos siehst du das, was es im Dezember so auf dem Bauernmarkt hier in Teneriffa gibt. Also alles aus regionalem Anbau. Da sind Früchte, z. B. Papayas (die gibt es rund ums Jahr, allerdings haben sie jetzt nicht ihre beste Zeit), Mangos (da ist die Saison fast zu Ende), Bananen (gibt es rund ums Jahr). Ansonsten gibt es jetzt Sternfrüchte und Kakis, und die Orangensaison beginnt gerade. Gemüse und Gemüsefrüchte werden hier im Dreimonatsrhythmus angebaut und so sind fast alle Sorten immer wieder mal erhältlich. Salate und Kräuter gibt es auch fast immer reichlich, mit Ausnahme der sehr heißen Sommermonate.

Wie du siehst, habe ich Salate, Borretsch, Gurken, Spinat, Stangensellerie, Zucchini, Tomaten und Rote Bete gekauft. Mehr als genug* für die Woche und die ersten Tage meiner Reise: Donnerstag und Freitag auf der Fähre (da ist das Essen zwar inklusive, doch erfahrungsgemäß finde ich dort kaum etwas, was ich essen möchte), und auf dem anschließenden Roadtrip von Südspanien nach Norddeutschland.

*(Ich hab wohl bisschen zuviel eingekauft, als ich meinen vorerst letzten Markteinkauf hier zelebriert habe. 😉 )

Abschied vom Paradies?

Verabschiede ich mich vom Paradies? – Nein. Ich wechsle (mal wieder, wie so oft in meinem Nomadenleben) meinen Standort. Doch mein Paradies ist in mir – wie eines*r jeden Paradies (und Hölle) in uns selbst lebt. Ich bin immer in meinem Paradies, es reist mit mir. Und die Rohkost begleitet mich ja auch überall hin – seit 13,5 Jahren und ich sehe keinen Grund, warum sich das ändern sollte.

Ob du das Paradies um dich herum wahrnimmst, oder eher die Hölle, das liegt in dir selbst. Du wählst, was du siehst. Worauf du dich fokussierst. Auch, was das Rohkost-Paradies betrifft. Vielleicht ist es an manchen Orten leichter zu erkennen, doch bisher habe ich noch überall Möglichkeiten gefunden, mich gut zu ernähren – rohköstlich! Zugegeben, am Nordpol, in Sibirien, in der Antarktis (und an vielen anderen Orten) war ich noch nicht. Doch ich nehme an, dass auch du, hier lesend, eher nicht in solch extremen Zonen dieser Erde lebst.

Auch wenn meine Reisevorräte zuende gehen, werde ich unterwegs sicher etwas für mich essbares finden. Mal sehen, wie sich mein Paradies auf der Reise und dann für ein paar Wochen im deutschen Winter gestalten wird – ich werde es auf jeden Fall mit dir teilen: folge mir gern bei Instagram oder Facebook, wenn du meine (weitere) Reise durchs Paradies verfolgen möchtest.

Tatsächlich freue ich mich schon auf Äpfel und Kürbisse in Deutschland, und auch auf Sauerkraut – meine Versuche, selbst welches zuzubereiten sind hier zu 90% gescheitert (war vielleicht zu warm?).
Ein anderer paradiesischer Aspekt der Rohkostversorgung in Deutschland ist, dass du dort zu jeder Zeit alles mögliche bekommen kannst. Du kannst dir Kokosnüsse und Tropenfrüchte bestellen, und für Trockenware gibt es ja mittlerweile eine Riesenauswahl an Versendern. Manche Dinge, wie z. B. Äpfel und Kürbisse, aber auch Beeren im Sommer, sind in Deutschland tatsächlich leckerer als hier auf den Kanaren.

Abschiedsschmerz – und trotzdem gehen

Leben ist Veränderung, kein Moment ist wie der andere. Wir können nichts festhalten (auch wenn wir wohl alle manchmal den Wunsch verspüren, dies zu tun). Wenn wir stillstehen (ob im wörtlichen oder im übertragenen Sinne), verfallen wir allzu leicht in Routine.

Mein Nomadenleben, ohne festen Wohnsitz, abenteuerlich manchmal, mag einigen riskant erscheinen, doch tatsächlich ist es Routine, die tödlich ist. Tödlich für die Seele. Wenn ich zu lange an einem Ort bleibe, neige ich dazu, mich weniger lebendig, weniger wach zu fühlen. In Routine zu verfallen eben. Das mag sich irgendwie bequem anfühlen, sicher, vertraut. Doch wie wir alle wissen, beginnt das Leben jenseits unserer Komfortzone.

Mich zieht es immer wieder weiter, ich habe ein Zigeunerherz, schon mein Leben lang, und habe gelernt, ihm zu folgen. Weiterzuziehen, zu neuen oder einfach nur anderen, schon bekannten, Orten, bringt immer wieder auch den Abschied mit sich. Vielleicht auch mal Momente der Traurigkeit, die jedoch wieder vergehen. Ich gehe nicht, weil ich weg von hier will. Ich gehe, weil ich weitergehen will. Weitergehen muss. Das ist mein Leben, mein Nomadenleben.

Die liebe Susanne hat mich gerade an dieses so passende Gedicht von Hermann Hesse, „Stufen“, erinnert – hier ein Ausschnitt daraus:


Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Während der letzten Tage hier genieße ich noch einmal noch bewusster jeden Moment, alles das, was ich hier so liebe: die Sonne, die Wärme, den Blick aufs Meer und auf den heiligen Berg (der seit ein paar Tagen den ersten Schnee trägt). Den Sonnenuntergang hinter bzw. neben La Gomera. Zusammensein mit Freunden. Und auch die Märkte, die Nahrung.

Selbstverständlich muss nicht jede*r nomadieren; du kannst auch lebendig und bewusst in jedem Moment bleiben, wenn du einen festen Wohnort vorziehst.

Wo immer du bist, reisend oder nicht: bleib in Bewegung. Bleib wach in jedem Moment, und geniess all die kleinen Dinge – wie deine Mahlzeiten.

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